sodaly78

social urban activism, me and the world. > lizenziert: CC BY-NC-SA 4.0

Es ist, als würde jedes Mal ein Teil von mir sterben. Als würde ich einen Teil meiner Selbst verleumden. Der mich 20 Jahre begleitet hat. Ein Muster. Das Vertraute, das muss ich loslassen. In ein Risiko gehen.

Ins Ungewisse, voller Zuversicht. Und mit ständigen Zweifeln und den mich immer wieder zerreißenden Ambivalenzen.

Ist Routine und Struktur dasselbe?!

Gepflogenheiten Alltag Spießigkeit

Allüren

Wie viel Nähe erträgst Du? Kannst Du Dich abgrenzen? Dir bewusst machen, das ist meins, nicht deins? Kannst Du annehmen und wieder loslassen? Weisst Du wie?

Jeder geht seinen eigenen Weg. Manchmal gehen wir ein Stück zusammen, wenn das Ziel klar ist. Und ein gemeinsamer Nutzen, der den jeweils anderen weiter bringt, in seiner persönlichen Entwicklung.

#transformyourself

Oder stagniere. Das ist das Grau, das Nix, die Leere.

Nachtrag: Es wäre schön. Sehr sehr schön. Aber es kann keine Bedingung sein!

Für nix und niemanden werde ich meine so hart und lang erarbeitete Freiheit jemals wieder opfern. Bei aller Liebe.

Das wäre einfach nur dumm. Ich bin nicht dumm. Und, ich bin kein Opfer.

Ich habe heute meiner Therapeutin ernsthaft und glaubwürdig versprechen müssen, dass ich mich bis nächste Woche nicht umbringe.

Ich kenne das bereits aus der Entgiftung und der Entwöhnung. Ich musste unterschreiben.

Irgendwie auch lächerlich. Tot ist tot, sage ich meiner Therapeutin.

Sei's drum.

Nachtrag 12.10.2020 Auch meine Psychiaterin sagt, sie ist dagegen. Bringt doch nix, sagt sie. Mir schon.

Ich lebe mit diesem Gefühl. Es hat für mich nichts Schlimmes, Bedrohliches, oder Verwerflich es an sich.

Ich habe es auch ewig verschwiegen, weil es schon immer da und für mich nichts Besonderes ist.

Erst jetzt offenbare ich, wenn ich suicidal bin. Und immer noch ist mir nicht klar, wozu.

Ich erinnere, wie ich als Kind ewig und drei Tage auf der Schaukel saß oder im Wasser blieb, immer die Bummelletzte. Nie begrief, wieso diese Momente des Friedens endlich sein sollten. Einfach nur auf der Wiesen liegen bleiben. Mehr nicht.

Ich find das sehr romantisch.

Das Offensichtliche will ich nicht sehen!

Das war ein mühsamer und ungemütlicher Ritt und ja, ich bin ordentlich auf die Fresse gefallen. Aber endlich einsichtig.

Es ist nur ein bestimmtes Gefühl, entstanden aus einem großen und schmerzhaften Schattensprung. Aber dieses Gefühl zeigt mir, wo es langgeht. Und es ist wieder abrufbar, weil erlernt. Meine Bauchmitte, die mich wieder groß werden lässt. Darauf kann ich vertrauen.

Ja, Zynismus tritt hier und da hervor. Aber auf blöde Fragen reagiere ich momentan allergisch.

Man möge es mir nachsehen. Für die meisten wohl schwierig, wenn sie bestimmte Erfahrungen einfach nicht haben.

In diesen Zeiten aber für mich legetim und probat.

Sonst gern Mal in den Selbsttest gehen:

  • kein WLAN
  • kein TV
  • kein Alkohol
  • Kreuzberg
  • Risikogebiet
  • alle 2Stunden Türen knallen und Gekreische
  • Blut an der Wand
  • Schwarzschimmel im Bad
  • ca. 6qm
  • die Info mein Tabak ist vergiftet
  • und 5x pro Tag: hab Geduld, bleib am Ball
  • Betitelung als Hure und Fotze

...für's Erste so spontan... Just facts.

Therapeutisch sind das Faktoren einer unausgeglichenen Lebenssituation, die rechtzeitig unter die Lupe genommen werden sollten, um einem Rückfall (Depression/Sucht) rechtzeitig Einhalt zu gebieten.

#melodramatisch > praktisch angewandt

Melodram > Theorie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Melodram_(Theater)

Definition Vergewaltigung:

gewaltsame Einschränkung oder Einengung einer Sache oder Person, die deren Charakter verändert

(aus “Wovon wir nicht sprechen”, Seite 305)

Wird die Grenze mehr als drei Mal überschritten, inklusive eindeutiger Ansage, die braucht es, auch wenn ich ausgelacht werde, auch wenn runter gespielt und verharmlost wird, ist es Missbrauch. So einfach ist das. Klar definiert.