Jeden Morgen diese Scheiße zu fressen, -Citalopram 30mg- und jeden Morgen vermittelt zu bekommen, ich bin falsch. Aber ja, ich tue alles. Das habe ich schon immer getan. Eine leere Hülle...
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Jeden Morgen diese Scheiße zu fressen, -Citalopram 30mg- und jeden Morgen vermittelt zu bekommen, ich bin falsch. Aber ja, ich tue alles. Das habe ich schon immer getan. Eine leere Hülle...
Ich habe nix. Gar nix. Am allerwenigsten mich selbst. Eine leere Hülle. Mehr nicht.
“Da kann man doch wenigstens anrufen.”
Nein, genau DAS geht eben nicht. Weil es gar keinen Sinn macht. Weil es nix ändert. Gar nix.
Nix ist schlimmer, als das eigene Gefängnis und das Wissen darum und nicht raus zu kommen, nicht raus zu wollen.
Das ist das eigentliche Leid, weil von allen Seiten suggeriert wird, dass das falsch ist.
Nicht normal, eine Störung, eine Krankheit, es gibt Tabletten, ich muss mich ändern.
Ich hätte vor meiner Geburt sterben sollen. Das wurde mir so direkt mitten ins Gesicht gesagt. Von meiner Mutter. Ich lebe, weil mein Vater es so entschieden hat. Dann war er weg. Immer wieder. Und dann wieder da. Und dann permanent. Überall. Observierend. Weil er mich liebt. Zu sehr. Damit er nicht wieder weg ist, habe ich alles getan, um ihn zu halten. Alles. Er hätte es besser wissen sollen. Ich war schuld. Jetzt hagelt es: “Was habe ich falsch gemacht?” Von meiner Mutter. Ich mache alles falsch. Immer. Ich bin nie genug. Ich bin minderwertig. Ich hätte es verdient, zu sterben. Du hast mich am Leben gehalten, um mich zu mißbrauchen.
Ich habe dieses Kapitel vermeintlich abgeschlossen. Schon längst.
Die Muster wiederholen sich. In Variationen. Ich bin unfähig zu einer “normalen” Beziehung. Ich kann das nicht. Und nix wünsche ich mir sehnlicher. Es kommt nicht zusammen. Ich bin so erzogen worden.
Ich muss kurz kotzen, weil ich mich selbst so anekel.
Worte tun nicht weh, nein. Worte prägen.
...und alle, die sich jetzt Vorwürfe machen, sind Heuchler! Isso.
Du hast mich minderwertig gemacht. Du hast mich vorgeführt.
Ich weiß warum. Aber das Wissen reicht eben nicht.
Du gibst mir das Gefühl, nix wert zu sein. wie eh und je.
Diese Frau bringt dich weiter? Sie treibt dich nach unten.
Und das Schlimme ist, du lässt es zu!
Ihr und eure widerlichen kleinen Probleme. Weil was ist?
Es ist zu heiß? Es gibt keine Salami? Es sind 2 Stunden bis zur Arbeit?
Es ist zu viel Stress? Es ist Corona? Du sollst eine Maske tragen?
Du steckst nicht deinen Schwanz in mich?
Lächerlich. Alles sowas von lächerlich!
Ich habe heutenüchterndeine Schere und deinen Clodeckel demoliert. Nix lag mir ferner.
Nix ist wichtiger als die Gesundheit? Sagt man doch so?!
Ich entschuldige mich aufrichtig, dass man mir meine Krankheit nicht ansieht. Nein, ich sitze nicht im Rollstuhl. Nein, ich bekomme kein Mitleid. Ich bekomme Hilfe, wenn ich danach frage. Aber kein Verständnis.
Es ist doch nix. Du übertreibst. Mach kein Drama draus. Andere haben es auch schwer.
Die in Angola....... Ja klar, und damals.....
Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Fickt euch doch alle.
Emphatie ist nix, was man freiwillig wählt. Sie ist eine Bürde. Hochsensibilität sowieso. Alles ist zuweilen zu viel, zu laut, zu bunt, zu hipster, zu unehrlich. Vor allem, zu lächerlich!
Die überfürsorgliche vermeintliche Liebe der Mutter ist in Wahrheit _Feindschaft, die absolute. Sie hindert mich daran, mein Leben zu leben. Ich übe keinerlei Kritik. In der Erwartung, nix falsch zu machen. Nicht der Liebe entbehrt zu werden, die wohl die Wichtigste ist, die Mutterliebe. #indoktriniert > Erich Fromm
“Damals habe ich begriffen, dass es etwas anderes ist, nicht leben oder ausdrücklich streben zu wollen.” (Lob des Risikos)
Ein erleuchtender Moment. Das Wissen darum reicht nicht.
Niemand kündigt seinen Suizid an. Das ist Blödsinn! Warum nicht? Warum nicht etwas für die Nachwelt erschaffen?
Unverständnis. Da hilft auch kein Spiegel.
Meine Strategie steht. Sie ist safe. Todsicher. Das ist wichtig.
Auch das ist Arbeit. Niemand weiß wirklich, wo ich bin. Außer einer Person. Die ist not avalable. Das gefällt mir.
Es macht mich erhaben. Ich habe Kontrolle.
Ich hasse Menschen. Sie verstehen mich nicht.