Ich hasse Menschen. Sie verstehen mich nicht.
social urban activism, me and the world. > lizenziert: CC BY-NC-SA 4.0
Ich hasse Menschen. Sie verstehen mich nicht.
Die Wespen fliegen hier rum. Ich weiĂź nicht, was sie wollen. Sonst ist alles egal. Alles.
Ich bin wohnungslos. Ich bin abhängig. Mein Liebster ist weg. Ich hasse ihn. Er lügt.
Egal.
Ich kenne das. Ich sterbe nicht.
Nicht so.
Es geht noch tiefer. Viel tiefer.
Und nix passiert. Rein gar nix.
Es sind nur 2 Tage.
Die Aufmerksamkeit, die ich brauche bekomme ich nicht. Egal, was ich tue.
...und wenn ich sie annähernd bekomme, will ich sie nicht. Sie ekelt mich an!
Sie zeigt mir, wie fehlbar ich bin. Ich bin nicht fehlbar. Nicht in meinen Maßstäben.
Ihr seid zu spät. Ihr hört nicht zu. Ihr könnt nix tun.
Das befriedigt mich. Ein bisschen.
Frei wählbar, unabhängig.
Es heiĂźt auch fĂĽr mich immer Freitod, nicht Suizid.
4 oder 5 Jahre ist für mich utopisch. Ich hätte es so gern geschafft.
Ich habe bis dato nix gegessen_Muster. Ich werde nix essen.
Ich habe mich vorher geritzt. Neues Muster. Bringt gar nix, weil es nicht blutet, wie ich hoffe. Es tut nicht mal weh.
Ich habe 2-3 Menschen kontaktiert. Niemand ist sofort zur Stelle da. Die, die vielleicht dagewesen wären, habe ich nicht kontaktiert.
Bewusst. NatĂĽrlich. Mein Entschluss stand.
Zwei Stunden habe ich mich gequält aus dem Haus zu kommen, Milch zu kaufen für den Kaffee. Es ging nicht!!
Mit dem Entschluss ging es. Nix war in diesem Moment wichtiger, auĂźer meinem Stoff.
Alle reden immer über das Hinterher. Es bringt doch nix. Ich habe nix gewonnen. Nix wird einfacher. Nix ist gelöst.
ES IST EGAL. Es sind 2 verfickte Scheiss Flaschen Wein. Die mir selbst meinen Druck nehmen.
Sie bringen mich nicht um. Ich habe versagt!
Ich bin ein kleines weinerliches Mädchen. Ich bekomme nicht den Trost, den ich brauche. Weil niemand mich versteht.
Jeder fĂĽr sich selbst. Mit seiner Sucht. Mit seinen AnsprĂĽchen.
In diesem Moment, wünschte ich, ich hätte Härteres konsumiert. Ich hätte gespritzt. Ich wurde gewarnt, vor 20 Jahren. Selbst vor diesen Menschen, die mir suggerieren könnten, wie toll das wäre. Wir wurden entzweit. Sie haben suggeriert.
Es sind Menschen. Ich mochte sie. Ich habe zugehört.
Nix ist wahrscheinlich unbeschreiblicher. ...Ich habe es mir verboten, verwährt, weil ich mich kenne. Es würde mir gefallen. Die Spritze. “Das Höchste der Gefühle”__Paradoxon!
Ich bin viel zu besoffen. Aber, es ist offen.
...und ich will nix verharmlosen, wirklich nicht! aber: meine Eltern trinken täglich, mein Notfallkontakt 24/7 meine Bekannte ist froh, wenn sie es auf ein Drink pro Monat schafft.
....niemand, niemand in meiner Situation, den ich kenne, hätte nix getrunken oder anderes konsumiert.
Ich weiß, meine Ansprüche an mich sind sehr hoch. Niemand kann das nachvollziehen. Beikonsum, ein kleiner Schluck, zur Beruhigung: es sind ja keine “Drogen”!
Die Abstände werden kürzer: 10 Monate 8 Monate 5 Monate
...und das bei Corona. Etwas nie Dagewesenes. Trotz allem. Obendrauf. Zu meiner eigenen Krise.
Und nein, die 2 Flaschen (Wein) bringen mich nicht um.
...und trotzdem ich habe es nicht geschafft. Meine AnsprĂĽche. Und ihr so?
Niemand, wirklich, niemand soll mir irgendetwas erzählen!
....immer haben irgendwelche Leute, irgendwas zu tun, ...und immer ist irgendwas wichtiger,
auĂźer, dieses eine Leben.
Status: Fick Dich, Du Hure! Die unschöne Wahrheit! DU BIST SO NAIV! Nix weißt du, gar nix!
Ich scheiss auf Nähe und Offenheit. Ich will das alles nicht wissen. Deswegen gebe ich auch NIX. Es macht Dich verwundbar... ...und ich werde es ausnutzen. Ich will, dass Du leidest. So wie ich leide.
Du bist naiv, zu glauben nur weil ich Dich liebe, Dir nicht weh zu tun. Du tust es auch.
Gleiches mit Gleichem ist hier nicht die Frage. Es wird ein Battle. Ich will gewinnen. Koste es, was es wolle.
Niemand herrscht über mich! Und genau da liegt das Paradoxon. Genau das lasse ich eben zu._________________________ Wir sind so verloren. _____________________________________________________ Wir suchen temporäre Spielgefährten. Und schmeissen sie dann weg. Wir sind nicht ehrlich! Wir sind Arschlöcher. Wir sind Süchtige. ________________________________________ Alles ist egal. Wirklich alles. Es gibt keine Werte mehr. Keine Ideale,die wir so stolz hochhalten, wenn wir nüchtern sind! ...Und alle glauben uns. Weil wir selbst davon überzeugt sind. _____________________________________________ Aber es ist gelogen._ALLES! Traue nie einem Süchtigen. Erst recht nicht einem, der über seine Krankheit weiß. ________________________________________________________ Es holt uns ein. Auch, wenn wir die Muster erkennen und die Strategien,die anzuwenden sind, die Variationen kennen wir nicht. Weil bis dato, wir alles in gleicher Schiene haben laufen lassen. ___________________________________________________________ Wir sind nicht offen. Wir wollen Kontrolle. Wir fallen in bekannte Muster zurück, die wir kennen, weil das einfacher ist. Weil wir nicht daran glauben, dass immer die selben Strategien für verschiedene Variationen funktionieren. Wir haben darin keine Erfahrung. Uns fehlt das Vertrauen in das Ungewisse. __________________________________________________________ Ich kann noch so viel Wasser auf meine Mühlen kippen. Stabilisierungspunkte, Dinge, die mir gut tun. Ich habe kein Vertrauen darin, dass sie in neuen Situationen funktionieren. Es gibt nur ein Mittel, dass totsicher funktioniert. Mein Stoff._____________
für`s Protokoll: 1 Flasche Wein in nicht mal 40 Minuten. << _________________________________________________ Ich wünschte,ihr wärt da. Ich werde dicht machen. Und gleichzeitig, hasse ich euch alle. Ihr seid grad meine Feinde. Ihr kotzt mich alle so an. __________________________________________________ Die andere Seite vielleicht. Vielleicht auch nur das Unausgesprochene. Die Wahrheit, die Unschöne. Die, die niemand gern hört. _____________________________________________ Ich mache Vorwürfe an Alle und Jeden. Versinke allzu gern in Selbstmitleid. Ich bin ein Opfer. Und fühle mich wohl dabei!
Ich bin so produktiv, oder? ____________________________________________________ LASS MICH! ____________________________________________________ Es ist mir egal. Ich weiĂź, was es heiĂźt auf der StraĂźe zu leben. Ich gebe niemanden die Schuld,auĂźer mir selbst!
Alkoholiker trinken ihren Stoff nicht gekĂĽhlt! Das ist ungesund______________
Die Frage ist so dermaßen simpel, dass es für mich fast unmöglich ist, sie zu beantworten: Was willst du?
Das offen Offensichtliche nicht aus den Augen verlieren. Die Krankheit lässt uns #verantwortungslos agieren.
Als Erwachsene treffen wir die Entscheidung dagegen.
Nicht fĂĽr andere. FĂĽr uns selbst.